• Schabegrabscher Motto 2019


Eine heisse Fasnacht bei eiskalten Temperaturen

14 Feb 2013

Erst kann man es kaum erwarten und plötzlich steht sie vor der Tür, die verrückteste Woche des Jahres. Und wie wir uns darauf freuten! Wie jedes Jahr legten wir bereits am Mittwoch los und feierten eine Woche lang durch, bis die Sonne schliesslich am Aschermittwoch (oder Äschelimettwoch, wie er in Obwalden genannt wird) wieder aufging und uns daran erinnerte, dass es leider schon wieder vorbei war.

Wie immer versammelten wir uns bereits am frühen Mittwochabend im Chalet um uns zum ersten Mal die Gesichter von unserer Schminkkommission verschönern zu lassen. Nur diesmal mussten wir keine lange Zar-Fahrt zurücklegen sondern lediglich über den Bahnhofplatz marschieren und schon waren wir auf dem Festgelände des Ämmeruugger-Ball. Nach dem Monster stürzten wir uns ins Getümmel, wo wir uns relativ schnell zurecht fanden, da wir das Areal von unserem eigenen Fest her ja recht gut kennen. So fiel es uns dann auch nicht schwer die Zeit bis zu unserem Auftritt um 00.00 Uhr zu überbrücken.

Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Tag Schlag auf Schlag: zuerst spielten wir unsere traditionellen Ständli in der Stadt Luzern, nämlich im Bahnhof, auf dem Kappellplatz und auf der grossen Rothuusstäge. Und tatsächlich lachte uns zuletzt auch die Sonne noch kurz entgegen und das Schweizer Fernsehen war so begeistert von unserem Auftritt, dass sie uns prompt in der Tagesschau Hauptausgabe am Abend ausstrahlten. Weiter ging es dann wieder im Chalet mit neu aufschminken und dann mit dem Zar ins Emmen Center, wo wir ein kurzes Ständchen spielten und uns nochmal mit letzten Fasi-Artikeln eindeckten. Und bereits sassen wir wieder im warmen Zar, welcher uns auf direktem Weg ins fast-aargauische Winikon brachte. Wir waren dann alle aber froh, dass wir doch noch im schönen Kanton Luzern spielen durften und die Grenze nicht überschreiten mussten. Währen die einen ein Power-Napping auf den Bänken und Tischen machten tranken sich andere im Kaffi-Chäller in den Baileys-Himmel und wieder andere rockten die Tanzfläche so hart, dass es selbst im Aargau noch zitterte, was beinahe eine Massenpanik auslöste da die sich dort solches Verhalten nicht gewohnt sind…. Und damit endete dann auch ein langer, aber schöner Schmudo 2013.

Weiter ging es dann am Freitag mit einem unserer grossen Highlights, dem Gugiläum in Ballwil. Während mehreren Stunden nahmen wir das riesige Areal unter die Luppe und jeder fand eine passende Bar, in welcher er oder sie den Abend verweilen konnte.

Am Samstag ging es dann zuerst wie jedes Jahr nach Schachen, wo wir den längsten Umzug der Welt liefen. Dabei ging auch Geisu’s Traum in Erfüllung und wir liefen die gesamten Rhytmen rückwärts, sehr zur Verwunderung der einzelnen Zuschauer, welche sich alle paar hundert Meter wieder am Strassenrand zeigten. Nach einem anschliessenden Monster widmeten wir und dem Tübli-Wyy in der Festhalle und bestiegen schon bald einigermassen angeheitert den Zar in Richtung Ettiwsil, wo ja bekanntlich unsere böse Zwillings-Musik, die Späutliknacker, zu Hause sind. Nachdem wir uns vom ersten Schock einer bestuhlten Festhalle erholt hatten und dann doch noch eine richtige Party-Turnhalle fanden, ging es auch gleich daran, die Stabilität der Bühne mit der „rollenden-Fass-Technik“ zu prüfen und das arme Barpersonal darauf vorzubereiten, was sie an dem Abend noch erwarten würde. Auch machten wir dem Namen des Ortes „Konfettiswil“ alle Ehre und legten das ganze Gelände mit den lustigen eckigen und runden (natürlich strickte getrennten) Papierfötzeln aus. Und so verging die Zeit wie im Flug, bis wir endlich wieder auf die Bühne durften und einen fetzigen Auftritt hinlegten. Kurze Zeit darauf fuhr unser Zar dann auch schon wieder zurück in die Heimat und zu unserem geliebten Chalet. Dort machten wir einmal mehr die Nacht zum Tage und testeten alle Komponenten, sei es die Stabilität der Strip-Stange, die Ausgiebigkeit der Getränkekarte und die Bemalbarkeit der Wände. Einmal mehr war es eine herrliche Nacht und am Morgen trotteten dann alle begleitet vom Sonnenaufgang langsam zurück in ihre Löcher, wo sie den Tag verbrachten.

Am Sonntag ging es schon bald wieder los mit Schminken-Trinken und kurz darauf hiess es wieder „eine Zarfahrt die ist lustig, eine Zarfahrt die ist froooooh“ und zack, schon waren wir in Hitzkirch am „schreckleche Sonntig“. Einige mögen argumentieren dass nicht nur der Sonntag, sondern auch das Fest schrecklich war, trotzdem machten wir das Beste daraus und verweilten uns in der Kaffistobe (wo wir bereits um 22.00 Uhr auch schon spielen durften), im Barzelt oder im Luftschlangen-Himmel. Nach dem Auftritt mussten dann viele der Schabe den letzten paar anstrengenden Tagen Tribut zollen und verliessen das Fest wieder in Privat-Autos in Richtung zu Hause. So fuhr der Zar dann relativ verwaist um 00.30 Uhr zurück, denn es ging bereits früh am nächsten Morgen wieder weiter.

Um punkt 06.00 Uhr beglückten wir zusammen mit den Schädus und den Ämmerugger die Malterser Dorfbevölkerung mit unseren Klängen an der Tagwache. Nach einem kurzen und schmerzlosen Monster gab es im Gemeindesaal Frühstück und gleich darauf machten wir uns auf den Weg zum Chorn-Kafi und der Raiffeisen-Bank, wo wir zwei Auftritte spielten und uns mit Sandwiches und viel Tübli-Wyy stärkten. Einmal mehr stellte sich besonders das Raiffeisen-Apéro als sehr gefährlich heraus und so mussten die ersten bereits vor dem Mittagessen wieder mit dem Ausnüchtern beginnen…

Aber lange dauerte die Bettruhe nicht, denn bereits um 12.00 Uhr ging es in der Metzgerhalle mit dem inzwischen schon traditionellen Guggemusig-Mittagessen weiter. Nicht alle Schabe schafften es dafür aber rechtzeitig aus dem Bett und so trudelten alle im Verlauf des Nachmittags langsam ein. Dabei wurde auch geschminkt was das Zeug hielt und mit Moolichäschte und Pinsel wurden nacheinander alle heruntergekämpften Gesichter verschönert, oder eben auch nicht. Mit dem Schmunk des Jahres ging es dann noch ein letztes Mal mit dem Zar auf die Strasse, diesmal nach Buochs, wo wir zusammen mit den Ämmeruugger die Uislumpätä bestritten. Auch wenn es nicht einfach war ein passendes Lokal zu finden, wurden wir nach einiger Suche im Hirschen fündig und entschieden uns dazu, uns dort für den Rest des Abends niederzulassen. Es wurde noch einmal getanzt und gesungen, was das Zeug hielt und so konnten wir um 02.00 Uhr Obwalden wieder mit einem guten Gewissen verlassen. Natürlich durfte auch ein letzter Besuch im Ibach nicht fehlen, wo Pedro uns und unseren Zar-Chauffeur mit einem Gangnam-Style der besonderen Art überraschte… Weiteres darf hier aus Jugendschutz-Gründen nicht verraten werden!

Und so musste noch ein letztes Mal auch das Chalet dran glauben. So langsam sah man ihm an, dass es eine bewegte Woche hinter sich hatte. Überall sah man schon die Alterserscheinungen und es ächzte und krächzte was das Zeug hielt. Trotzdem hatten wir kein Erbarmen, denn dafür wurde es schliesslich gebaut! Und so ging es noch einmal ganz wild zu und her. Den Abschluss fand die Fasnacht denn auch erst am nächsten Mittag, nachdem auch noch ausgiebig Raclettiert wurde. Und so durfte dann auch das Chalet endlich etwas ausruhen und es wurde langsam wieder etwas ruhiger im Dorf….

Zusammenfassend war es eine ausserordentlich gelungene Fasnacht, welche bereits wieder Lust auf Mehr macht. Wir freuen uns also schon wieder auf den 27. Februar 2014 wenn es wieder heisst „Scha-scha-scha-schabegrabscher, Schabegrabscher send mer!!“.

Trarii Traraaa.....

...die neu Page esch daa

Chom au! >>>
  
  
s'letscht mol updated am:

 

 

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